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Schwandorf 2013
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Programm 2013

Sonntag,
14. April, 17 Uhr

Stadtpfarrkirche St. Jakob
Chorkonzert des Schwandorfer Oratorienchors
Antonin Dvorak: Messe D-Dur op. 86
Eintritt: 15 Euro / 12 Euro ermäßigt
Kartenvorverkauf:

Tourismusbüro Tel. 09431 45-550
Musikakademie Tel. 09431 2109230

Als Antonin Dvorak im Frühling 1887 seine große "Messe in D-Dur" schrieb, war Konrad Max Kunz bereits viele Jahre tot. Dennoch lässt sich eine Beziehung zwischen diesem "in seiner Art einmaligen Meisterwerk der Spätromantik", wie die Messe immer mal wieder genannt wurde, und Kunz´ eigenen Kirchenkompositionen herstellen. Nicht, dass der Schöpfer der Bayernhymne Dvorak vorausgenommen hätte. Es ist eher das Fehlen aller vordergründigen Effekte in der D-Dur-Messe, die Konzentration auf das Lyrische, Meditative und vor allem die Verarbeitung volkstümlicher bzw. volksliedhafter Melodien, die Parallelen erkennen lassen.
Dvorak sprach in einem Brief an seinen Auftraggeber, den musikbegeisterten Prager Architekten Josef Hlavka, von der Messe als seinem ganz persönlichen Zeugnis. Er schrieb: "Ich denke, es ist ein Werk, das seinen Zweck erfüllen wird. Es könnte heißen: Glaube, Hoffnung und Liebe zu Gott dem Allmächtigen und Dank für die große Gabe, die mir gestattete, dieses Werk zum Preis des Allerhöchsten und zur Ehre unserer Kunst glücklich zu beenden. Wundern Sie sich nicht, dass ich so gläubig bin - aber ein Künstler, der es nicht ist, bringt nichts solches zustande."
Und auch das hätte Kunz so unterschreiben können. Einerseits handelt es sich bei der Messe um ein durchaus groß angelegtes Werk, das jeden liturgischen Rahmen zu sprengen droht. Andererseits musste sich Dvorak erheblich beschränken. In dem Brief an Hlavka heißt es dazu: "Schließlich danke ich auch Ihnen, dass Sie mir die Anregung gaben, ein Werk in dieser Form zu schreiben, denn sonst hätte ich kaum je daran gedacht; bisher schrieb ich Werke dieser Art nur in großem Ausmaße und mit großen Mitteln. Diesmal aber schrieb ich nur mit bescheidenen Hilfsmitteln, und doch wage ich zu behaupten, dass mir die Arbeit gelungen ist." Bescheidene Hilfsmittel? Dvorak war gezwungen auf ein Orchester zu verzichten, weshalb der Chor lediglich von der Orgel begleitet wird. Erst 1892 schuf er eine Version für Orchester, die alsbald ihren Siegeszug um die Welt antrat und vor allem in den USA großen Anklang fand.
Der "Oratorienchor Schwandorf" und sein Leiter Marek Vorlicek setzen bei ihrem Konzert am 14. April in der Stadtpfarrkirche Sankt Jakob freilich ganz auf die Originalfassung und alleine auf die Orgelbegleitung - nicht zuletzt, weil Konrad Max Kunz in dieser Kirche das Orgelspiel erlernt hat.

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Dienstag,
9. April, 15 bis 18 Uhr
und Dienstag,
16. April, 15 - 18 Uhr

Jugendtreff Schwandorf
"Wir malen Konrad Max Kunz" - Die Kunst des Portraitmalens
Malwettbewerb für Kinder ab 8 Jahren, Leitung Michael Hottner
Anmeldung erforderlich beim Jugendtreff Tel. 09431 43336

Unter der Leitung des bildenden Künstlers Michael Hottner werden die Teilnehmer in die Kunst des Portraitmalens eingeführt. Vorlage wird eine Büste von Konrad Max Kunz sein.
Allen Mitwirkenden winkt ein Gutschein über die Teilnahme an der allseits beliebten Malaktion "Malen im Park" des Oberpfälzer Künstlerhauses. Priorität soll an diesen Tagen der Spaß am Malen haben.

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Donnerstag,
18. April, 20 Uhr

Oberpfälzer Künstlerhaus
Die Satire von der "Moosgrillia" - Lesung mit Michael Heuberger
nach einem Text von Konrad Max Kunz, Musik: Norbert Vollath, Mike Reisinger
Eintritt: 12 Euro / 10 Euro ermäßigt
Kartenvorverkauf:

Tourismusbüro Tel. 09431 45-550
Musikakademie Tel. 09431 2109230

Im Jahr 1866 mutierte Konrad Max Kunz urplötzlich zum Schriftsteller. Zumindest für ein Werk. Mit "Die Stiftung der Moosgau-Sängergenossenschaft "Moosgrillia´" verfasste er eine bitterböse Satire, die sich noch heute liest, als wäre da ein früher Gerhard Polt am Werk gewesen. Das Büchlein muss ihm sehr am Herzen gelegen haben. Immer wieder erkundigte er sich beim Verlag nach den Verkaufszahlen, die offenbar alles andere als berauschend waren. Kunz hatte die "Moosgrillia" auch mit reichlich Herzblut geschrieben. Kein Wunder: Sein Spott richtete sich gegen Auswüchse der Männerchorbewegung, zu deren führenden Protagonisten er fast 40 Jahre lang gehörte - und gegen die Musik Richard Wagners, die er aus tiefster Überzeugung ablehnte. Im Mittelpunkt der Geschichte steht denn auch die Gründung eines Männergesangsvereins, eben der "Moosgrillia". Der Verein verfügt zwar über so gut wie keine Sänger, weiß sich dafür aber im Besitz der bahnbrechenden Erkenntnis, dass Sänger auch nicht das Wichtigste an einem Gesangsverein sind. In einer zweiten Ebene analysiert Kunz dann die Wagner´sche Musik und zieht sie gehörig durch den Kakao.
Für Kunz dürfte der Text bei allem Spaß, den er offenbar beim Verfassen hatte, auch das Eingeständnis des eigenen Scheiterns gewesen sein. Die hehren philosophischen und politischen Ideale, die er mit dem Männergesang in Verbindung brachte, waren nicht mehr gefragt und einer tumben Vereinsmeierei gewichen. Gleichzeitig stellte der Siegeszug Richard Wagners Kunz´ musikästhetische Überzeugungen in Frage, von denen er dennoch partout nicht abrücken wollte.
Der Regensburger Schauspieler Michael Heuberger wird die "Moosgrillia" am 18. April auf seine ganz eigene Art lesen und lebendig werden lassen - witzig, mitunter bayerisch derb, manchmal auch eindringlich, immer aber mit großem Respekt vor dem Autor. Begleitet wird er dabei von den beiden Musikern Norbert Vollath und Michael Reisinger, die auf ganz unterschiedlichen Instrumenten den "Soundtrack" zu dieser Lesung kreieren und dabei auch auf Original-Kompositionen von Konrad Max Kunz zurückgreifen.

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Freitag,
26. April, 20 Uhr

Felsenkeller,
Fronberger Straße
  "Songs gegen den Tritt" - Protestlieder vom 19. Jh. bis heute
Konzert Eddy Gabler & Reinhard Ehrenreich
Moderation: Christina Fink-Rester
Eintritt: 12 Euro / 10 Euro ermäßigt
Kartenvorverkauf:

Tourismusbüro Tel. 09431 45-550
Musikakademie Tel. 09431 2109230

Nein, das hätte sich Eddy Gabler auch nicht träumen lassen, dass er mal deutsch singt. Altes deutsches Liedgut sogar. Und doch lässt sich der Schwandorf Sänger und Gitarrist zusammen mit seinem Mitstreiter Reinhard Ehrenreich genau darauf ein. Politische Lieder aus den letzten 200 Jahren, von 1813 bis in die Gegenwart, werden sie zum Besten geben und damit Konrad Max Kunz ihre Referenz erweisen, dessen Chorkompositionen bis hin zur Bayernhymne nicht selten politisch aufgeladen waren.
Kunz war ein höchst politisch denkender Mensch. Als eine der führenden Persönlichkeiten der Chor- und Sängerbewegung des 19. Jahrhunderts teilte er natürlich auch die Ideale dieser Bewegung und stritt für grundlegende Freiheits- und Bürgerrechte. Nicht umsonst bestanden zwischen den Chören und der Verfassungsbewegung in Deutschland enge Verbindungen. Mehr noch: Gerade die Männerchöre dienten nicht selten als Ersatz für die verbotenen politischen Parteien. Die regelmäßig stattfindenden Sängerfeste in Bayern gerieten da leicht zu "Protestveranstaltungen" gegen eine Obrigkeit, die von demokratischen Reformen nichts wissen wollte.
Genau da setzt dieses außergewöhnliche Konzert an. Ausgehend von der Völkerschlacht bei Leipzig 1813, mit der die freiheitliche Bewegung in Deutschland Fahrt aufnahm, über die Restauration, den Vormärz und die Revolution von 1848 spannt es den Bogen bis hin zu Arbeiter- und Protestliedern des 20. Jahrhunderts - Klassiker der 1960er und 1970er Jahre inklusive.
Gabler und Ehrenreich werden dabei von der Sängerin, Schauspielerin und Kabarettistin Christina Fink-Rester unterstützt, die den Abend moderieren wird. Auf unterhaltsame Weise erläutert sie jeweils die Hintergründe, vor denen Lieder wie "Die Gedanken sind frei", "Bibel und Flinte", "Trotz alledem", "Der Revoluzzer" oder "Die Moorsoldaten" entstanden sind. Und alle Drei zusammen dürften schließlich auch deutlich machen, wie ungemein aktuell mitunter selbst ein 200 Jahre alter Song auch noch zu Beginn des 21. Jahrhunderts sein kann.

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Donnerstag,
16. Mai, 20 Uhr

Sperlstadel in Fronberg
  "Die Dreigroschenoper" - Bertolt Brecht / Musik: Kurt Weill
"SADTheater" der Konrad-Max-Kunz-Fördervereinigung e.V.
Regie: Christine Elsa Wagner
Weitere Termine: Freitag 17. Mai, Freitag 24. Mai und Samstag 25. Mai, jeweils 20 Uhr
Eintritt: 15 Euro / 12 Euro ermäßigt
Kartenvorverkauf:

Tourismusbüro Tel. 09431 45-550
Musikakademie Tel. 09431 2109230

"Was ist der Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?" Es ist der zweifelsfrei berühmteste Satz aus Bertolt Brechts "Dreigroschenoper", ein Satz, der heute noch genau so funktioniert wie 1928, als er niedergeschrieben wurde. Brechts Stück um den Banditen Mackie Messer und den Bettlerkönig Jonathan Jeremiah Peachum ist auch im Jahr fünf nach der bislang letzten großen Finanzkrise beklemmend aktuell - jedenfalls dann, wenn man Brechts Grundthese, dass soziale Ungerechtigkeit in einer Gesellschaft Menschen korrumpiert, teilt.
Kein Wunder also, dass die "Dreigroschenoper" zu den meist gespielten Stücken überhaupt gehört. Das liegt natürlich auch an der kongenialen Musik von Kurt Weill, einer wilden Mischung aus Jazz, Tango, Blues und Jahrmarktstönen. Nummern wie "Die Moritat von Mackie Messer", der "Kanonensong" oder "Die Ballade von der sexuellen Hörigkeit" sind längst zum musikalischen Allgemeingut geworden, Songs, mit denen selbst jemand etwas anfangen kann, der noch nie von Bertolt Brecht gehört hat. Nicht umsonst wird die "Dreigroschenoper" auch das "einzige deutsche Musical" genannt.
Das Ensemble des "SADTheaters" in der "Konrad Max Kunz Fördervereinigung e. V." wird das Stück zusammen mit Musikern der "Konrad Max Kunz Musikakademie" auf die Bühne im Sperlstadel bringen. Und der ist genau der richtige Ort für eine Oper, die "so prunkvoll gedacht war, wie nur Bettler sie erträumen und so billig sein sollte, dass Bettler sie bezahlen können".
Regie führt die Regensburger Schauspielerin und Regisseurin Christine Elsa Wagner, die 2010 für die Kunz-Tage bereits überaus erfolgreich die Revue "Kennen Sie Kunz!?" realisiert hat.
Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Vlastimil Konrady. Und ganz wichtig noch: Weil für eine "Bettleroper" das Beste gerade gut genug ist, wird es erstmals im Sperlstadel auch eine Tribüne geben, um allen Besuchern eine optimale Sicht auf die Bühne zu ermöglichen.

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Mittwoch,
22. Mai, 20 Uhr

Oberpfalzhalle Schwandorf
  Stefan Mickisch spielt Wagner
Moderiertes Klavierkonzert zu Richard Wagners 200. Geburtstag

Eigene Transkriptionen von "Lohengrin" bis "Parsifal"
Eintritt: 19 Euro / 12 Euro ermäßigt
Kartenvorverkauf:

Tourismusbüro Tel. 09431 45-550
Musikakademie Tel. 09431 2109230
Bücherwelt Tel. 09431 754750

Der in Schwandorf geborene Pianist Stefan Mickisch gehört zu den profiliertesten Künstlern Deutschlands.
Nach 10 ersten Preisen im Wettbewerb "Jugend musiziert" entwickelte sich eine internationale Karriere, die ab 1998 in seiner konzertanten Vortragstätigkeit bei den Bayreuther Festspielen kulminierte, aber auch andere Erste Adressen der Musikwelt umfasst (Wiener Staats- und Volksoper, Wiener Konzerthaus, Gasteig München, Richard-Strauss-Festspiele Garmisch-Partenkirchen und Bozen, Beethovenfest Bonn, Festspiele Baden-Baden, Tourneen nach USA, Japan, Russland u.a.m). Der gefragte Klaviervirtuose und Musikwissenschaftler aus Schwandorf gilt weltweit als einer der überzeugendsten Interpreten und profundesten Kenner der Werke Richard Wagners.
Pünktlich zum 200. Geburtstag von Richard Wagner am 22. Mai wird Mickisch in der Oberpfalzhalle nun eigene Transkriptionen der Musik des genialen Komponisten spielen und erklären. Der Bogen spannt sich dabei von den Frühwerken "Die Feen" (Wagners erste vollendete Oper) und "Rienzi" über die hochromantischen Musikdramen "Tannhäuser" und "Lohengrin" bis hin zum berühmten "Walkürenritt", dem "Siegfried-Idyll", dem Schluß der "Götterdämmerung" und dem "Karfreitagszauber" aus "Parsifal", dem grandiosen Schlussstein seines Schaffens.

Stefan Mickisch schreibt über Richard Wagner
"richard wagner kommt aus dem raum sachsen/thüringen wie viele andere große komponisten (bach, händel, telemann, schumann) und hat durch seine musikdramen die geschichte der musik revolutioniert und entscheidend mitgeprägt. außerdem ist er mit seiner partitur "tristan und isolde" zum vater der modernen musik geworden (...)"
"(...) wagner war ein im politisch-gesellschaftlichen sinne revolutionärer, umtriebiger, vielseitigst interessierter geist, (...) ein kritiker des damals herrschenden adels und der unfreien gesellschaftlichen verhältnisse. an der revolution 1848/49 hat er in dresden aktiv teilgenommen und entzog sich einer mehrjährigen gefängnisstrafe durch flucht nach zürich. er war und blieb mit »raufsässigen«, aufgeklärten, religionskritischen und demokratisch gesinnten köpfen befreundet und/oder wurde durch sie geprägt. (...) wagner war nie ein reaktionär oder »angepasster bürgerlicher«, sondern behielt seine avantgardistische grundeinstellung inklusive »grüner« thesen wie tier- und naturschutz und vegetarismus bis zum tode bei (vgl. schutz der tiere im »parsifal«, naturverherrlichung im »ring« und im »parsifal«)."
"(...) wagner war ungeheuer fleißig und belesen. er war wohl der gebildetste aller komponisten (...), ja, man muß ihn als philosophen bezeichnen. und er war ein dichter und schriftsteller größten formats, schrieb zu allen seinen opern die texte selbst, hinterließ 10 bände von prosa-schriften zu den themen kunst, politik, religion und gesellschaft, sowie eine ungeheure zahl von briefen und mitteilungen (...)."
"(...) richard wagner war ein hervorragender dirigent und orchestererzieher, bildete sänger heran, organisierte zahllose konzerte und proben, besaß alle eigenschaften eines top-managers, und - man glaubt es kaum - baute auch noch ein eigenes theater zur aufführung seiner musikdramen, das bayreuther festspielhaus, das in ungebrochener ausstrahlungskraft seine werke aufführt. (...) in dieser bündelung von genialen eigenschaften stehe ich nicht an, richard wagner als den erfolgreichsten und ungewöhnichsten komponisten der gesamten musikgeschichte zu bezeichnen. (...)"
Den ausführlichen Text lesen Sie im Internet: www.mickisch.de

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Donnerstag,
30. Mai, 14 Uhr

Lesegarten der Stadtbibliothek
  "Jessas, is´s im Wirtshaus schoi"
Schwandorfer Wirtshauslieder und -geschichten

Mitwirkende: Dr. Adolf Eichenseer, Franz Sichler, Musikanten aus dem Raum Schwandorf
Eintritt frei!
In Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein für die Oberpfalz und Regensburg

Konrad Max Kunz war ein sehr geselliger Mensch. Fast täglich, so wird überliefert, fand man ihn an seinem Stammplatz in einem renommierten Münchner Weinhaus, wo er sich mit seinen Freunden traf. Man darf davon ausgehen, dass dabei zu Zeiten gemeinsam gesungen wurde.
Als Türmerssohn hat Konrad Max Kunz in den Wirtshäusern von Schwandorf Tanzmusik gemacht. In seiner Sammlung von zwölf oberpfälzischen Zwiefachen, die im Jahre 1848 in der Zeitschrift "Caecilila" abgedruckt wurden, gibt er an, er habe diese alten "Oberpfälzer Nationaltänze", "vor den Bauern auf deren Hochzeiten und Kirchweihfesten oft als Knabe mitgegeigt, später als fideler Student auch mitgetanzt".
Konrad Max Kunz hat uns zwar als erster die Zwiefachen, diese "närrischen Dinger", überliefert. Die vermutlich wenig feinen Texte aber leider nicht, denn diese Texte würden sich wenig für den Druck eignen, so Kunz. Als gewiefter Musikant hat Kunz in den Wirtshäusern von Schwandorf und Umgebung sicher nicht nur Zwiefache gesungen, sondern sicher auch die üblichen Wirtshauslieder.
Dr. Adolf Eichenseer, der ehemalige Bezirksheimatpfleger der Oberpfalz, hat Hunderte jener Lieder gesammelt, die früher in den Wirtshäusern und bei anderen geselligen Zusammenkünften gemeinsam gesungen wurden. Die Melodien und Texte sind in der Regel sehr einfach zu singen und nicht selten mit erotischen Anspielungen versehen.
Inzwischen hat Adolf Eichenseer mit "Gigl, geigl, no a Seidl" sein viertes Buch mit Wirtshausliedern vorgestellt. Eine Auswahl von "geschammigen und ausgeschaamten" Liedern wird Dr. Eichenseer zusammen mit den Zuhörern singen. Dazu präsentieren Franz Sichler und Alfred Wolfsteiner ebenso informative wie unterhaltsame Geschichten und Anekdoten über das Schwandorfer Bier, seine Wirtshäuser und deren originellen Gäste.

Veranstaltung der Stadtbibliothek in Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg. Gefördert durch die Schlossbrauerei Naabeck.

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