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In der vierten Auflage des Festivals kann sich das Schwandorfer Publikum auf insgesamt zehn Veranstaltungen freuen. Zwischen dem 14. April und dem 30. Mai dreht sich dabei das Programm inhaltlich um zwei große Jubiläen dieses Jahres, die einen historischen Bezug zu Konrad Max Kunz haben – nämlich um den 200. Geburtstag des genialen Komponisten Richard Wagner und den 200. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig, in deren Nachklang der für Kunz so wichtige politische Liberalismus in Deutschland seinen Anfang nahm.
Zu den Höhepunkten im Programm 2013 dürfte am 22. Mai ein Konzert des Schwandorfer Ausnahmepianisten Stefan Mickisch in der Oberpfalzhalle gehören. Mickisch, der sich nicht zuletzt durch seine Einführungsvorträge bei den „Bayreuther Festspielen“ einen Namen gemacht hat, spielt und erläutert am Geburtstag Richard Wagners eigene Transkriptionen von „Lohengrin“ bis „Parsifal“.
Auch der Regensburger Schauspieler Michael Heuberger setzt sich über Umwege am 18. April mit Wagner auseinander. Er liest die Satire von der „Stiftung der Moosgau-Sängergenossenschaft Moosgrillia“, die Kunz 1866 verfasst hat und in der er gnadenlos mit Richard Wagner abrechnet. Kunz hatte Wagner in den 1860er Jahren in München kennen gelernt und war in seiner Funktion als Chordirektor an der Hofoper aktiv an der Uraufführung etwa von „Tristan und Isolde“ oder den „Meistersingern von Nürnberg“ beteiligt. Musikalisch begleitet wird die Lesung von Norbert Vollath und Michael Reisinger.
Und schlussendlich wird auch der Schwandorfer Sänger und Gitarrist Eddy Gabler anlässlich der Kunz-Tage singen. In dem Konzert „Songs gegen den Tritt“ am 26. April, beschäftigt sich der Musiker mit politischen Liedern des 19. und 20. Jahrhunderts und singt dabei erstmals auch auf Deutsch.
Das Politische in der Musik spielt wiederum auch eine große Rolle in der „Dreigroschenoper“ von Bertolt Brecht und Kurt Weill, die das „SADTheater“ der „Konrad Max Kunz Fördervereinigung“ ab dem 16. Mai in der Inszenierung von Christine Elsa Wagner auf die Bühne des Sperlstadels bringt.
Und selbst in einer Messe lassen sich politische Bezüge finden. In Dvořáks „Messe in D-Dur opus 86“ findet über volkstümliche böhmische Melodien der Nationalgedanke Einzug in die Musik. Mit ihr wird der „Oratorienchor Schwandorf“ die diesjährigen Kunz-Tage am 14. April feierlich eröffnen.
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